Mai 2008
Das ist die Fortsetzung der Erzählung über zufällige Begegnungen mit Russen in Russland.
Mit Alexej, der im Oktober 2006 mein Gastgeber war, spaziere ich den Weg entlang, den ich schon im Oktober 2006 allein entlang gegangen war, bevor mich Sascha mit dem Niwa mitgenommen hat. Ich frage mich, ob ich das Haus wiedererkenne, in dem ich damals zu Gast war bei Maxim. Und wie lange wir beide gehen müssen, bis wir an jene Stelle kommen. Alexej war später tatsächlich schon drauf und dran zu sagen, dass es reicht ...
Wir hatten unterwegs schon einen giftgrünen Frosch an einem Baum gesehen und in einem Kiosk eine große Flunder. Dort hatte ich Verpflegung kaufen können und wir machten an einem Steg mit alten Fischerbooten eine Rast. Und jetzt, wo wir beinahe am Aufgeben waren, da kam die Stelle mit dem Gemüsebeet mit einem kleinen Haus dahinter...
Wir gingen hin. Da war eine junge Frau. Sie bat uns hinein in ein Nebengebäude auf der anderen Seite und da war dann Maxim. Na, welch eine Überraschung! Natürlich gabs gleich Tee und Kekse. Und Alexej erzählte die Story von heute, wie wir herfanden.
Dann hatten sie sich so ins Gespräch vertieft, dass ich kaum mitkam. Es ging um die Bewohner hier in der Imeretinsker Bucht, die wegziehen sollten, weil das Gelände für die Winterolympiade 2014 gebraucht wird. Sie bekommen zu wenig geboten. Maxim lässt sich nicht beeindrucken und wird so schnell nicht zusagen. Die Preise werden schon noch steigen. Alexej weiß viel über die Grundstücke von Sotschi; gehört zu seinem Beruf.
Maxim ist also inzwischen kein Single mehr. Seine sympathische Frau arbeitet am Airport Adler. Sie spricht auch englisch (Maxim ja nicht). Toll, ihn wiedergetroffen zu haben. Er telefoniert mit seinem Bruder Sascha, damit ich den auch noch treffe. Zum Abschied fordert er mich auf, unbedingt seine Möhren vom Beet zu probieren. Er rupft für Alexej und mich je ein Bündel heraus. Damit lassen wir uns zum Abschied fotografieren.
Alexej gehen weiter durch die Niederung, in der es (noch) viele Vögel gibt. Er ist hier zu Hause. Wir trennen uns und ich gehe gleich zu Sascha. Sein Sohn ist auch da...
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