Notebook auf Reisen - ein Abenteuer?
Sie wollen Ihr Notebook mit nach Russland nehmen? Wird´s Probleme geben? - Kommt drauf an, welche Sicherheitsvorkehrungen Sie treffen. Aber nicht nur.
Beabsichtigen Sie nur eine stramme Geschäftsreise und haben Ihr Notebook währenddessen ständig bei sich? Sie glauben, das reicht zur Gefahrenminimierung? Sie werden damit also nichts vor Ihren Geschäftspartnern präsentieren? Das ginge ja auch auf einer mitgebrachten DVD auf deren Notebook. Lieber noch mal abwägen zwischen Komfort und möglichen Verlusten.
Wenn Sie nicht bloggen oder (als Journalist/in) schreiben müssen, nehmen Sie sich lieber nur einen USB-Stick mit den nötigen Daten mit, oder DVDs/CDs. Spart Ballast (Komfortgewinn) und bewahrt Sie vor Verlust des Geräts und Ihrer Daten. Wirtschaftsspionage ist sehr verbreitet. Kürzlich fand ich dazu in der Fachzeitschrift BizTravel einen Artikel. Sie sollten davon ausgehen, dass Ihr Notebook in Ihrem Hotel nicht sicher ist. Auch bei großen Reiseveranstaltern können FSB-Leute mitarbeiten. Und die könnten ja wissen, wo Sie untergebracht sind. Während meiner letzten Reise nach Südrussland hatte ich meine gesammelten Informationen auf einem Diktiergerät und einem Notizbuch aus Papier gespeichert, eines, das man in der Jackentasche bei sich führen kann. Weniger wegen des FSBs. Auch so habe ich Angst um mein Notebook, siehe unten. Ich hatte schon meine bösen Erfahrungen mit einem Festplattencrash in Kasan. Mein Notebook hat manche Abenteuer auf einer Russlandreise hinter sich.
Na gut! Sie nehmen´s also mit. Was den russischen Zoll betrifft, so gibt es von daher keine Restriktionen: Sie dürfen Ihr Notebook zum privaten Gebrauch nach Russland einführen. Aber der Zoll darf auf Ihrem Notebook bei Ihrer Einreise die Software inspizieren. Es sind schon Geräte konfisziert worden wegen bestimmter Daten auf der Festplatte oder wegen Container, die von Software verschlüsselt worden ist. Manche Programme verschlüsseln ja standardmäßig die Benutzerdaten.
- Für den Fall, dass Ihr Notebook Probleme macht, wenn Sie dann in Russland unterwegs sind, ist es gut, schon die Information parat zu haben, wo Sie Ihre Vertragswerkstatt finden (, wenn Sie nicht gleich ein Businesscenter in Ihrem Hotel haben, wo sie, falls das passiert, immer noch im Web nachsuchen können). Schauen Sie mal vorher in Ihr Garantieheft, vielleicht nehmen Sie Kopien daraus mit den Adressen der Hersteller-Partner mit. So sind Sie ein Stück unabhängiger von Hilfe, wenn Sie russisch nicht beherrschen und Sie sparen dann kostbare Zeit.
Wenn es schon defekt ist und Sie noch einige Zeit in der Stadt bleiben, kann es besser sein, sich gleich hier um die Reparatur zu kümmern, um es viel schneller repariert zurück zu bekommen - und wahrscheinlich auch kostengünstiger als in Deutschland.
Brauchen Sie doch Ihr Laptop, dann bitte auch an folgendes denken:
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