Abenteuerliche Reise über Moskau nach Sotschi mit Flugzeug und Bahn, Teil 2

Monday, April 12. 2010

Glasmosaik der Erde Ochotny-Rjad
Die Glaskuppel im unterirdischen Einkaufszentrum Ochotnuj Rjad mit einem Mosaik von der Erde

Teil 2: Von Moskau Roter Platz nach Sotschi Zentrum

Ich aber laufe die mir beschriebene Strecke zum Buchhaus, um die Haltestelle und den richtigen Bus nicht suchen zu müssen. Für eine Strecke von einer Station steige ich nie in den Bus, es sei denn er kommt gerade und ich habe sowieso schon einen gültigen Fahrausweis. - Das ist anstrengend auf dem Bürgersteig mit seinen vielen Betonrissen. Einen Trolly kann man hier nicht gut hinter sich herziehen. Da, wo der Gehweg aus Mosaiksteinen besteht, rattert mein Koffer laut und manchmal schleift es. - Angekommen!

Torgowui Dom Knigi
www.moscowbooks.ru
Uliza Twerskaja 8
Geöffnet: 10.00 Uhr bis 01.00 Uhr.
Tel. für Käufer: 229-6483, 797-8717

Straßensuche

Es ist sehr voll im Buchhaus, die Gänge sehr eng und die Kunden dick angezogen; und ich mit meinem großen Rucksack und großen Hartschalenkoffer und der prallen Notebooktasche über einer Schulter und unterm Arm kämpfe mich durch zur Kartenabteilung. 

Mir helfen zwei angestellte Mädchen beim Suchen, sehr engagiert. Denn diese Straße Tukhatschenskogo (so wird sie englisch geschrieben) steht in vielen Plänen gar nicht drin. Schließlich findet das eine Mädchen die Straße aber doch noch in einem Plan. Die Straße heißt vollständig Marschall-Tuchatschenskogo-Uliza und befindet sich in der Nähe der Marschall Jukow-Uliza. (Den Marschal Jukow kenne ich noch.). Dann hilft mir die eine auch noch herauszufinden, wie ich mit Nahverkehrsmitteln dorthin komme. Metrostation Puschkinskaja, das ist nicht weit auf der Twerskaja, dann bis Tu… Dann den Trolleybus Nr. 59. Das nennt man aktiven Buchverkauf. Die Karte, auf der man das sieht, nehme ich mit, ein kleines Heft zum Nahverkehr, wie ich es auch in Pieter kaufte, nur etwas größer. Außerdem kaufe ich eine Karte von Sotschi (Maßstab 1:500.000 und 1:100.000). (Zuschlagen, wenn man die Gelegenheit hat!) Ich bin bei der Vorbereitung auf diese Reise schon auf Kopien aus dieser Karte im Internet gestoßen. Und einen Plan von Pjatigorsk, wo ich während dieser Reise noch hin will, nehme ich auch gleich mit. Kostet zusammen 328 Rubel (10 EUR).

Dann mache ich mich auf den Weg. Klar, ob ich sie finde, ist sehr vage. Dass sie in einem eigenen Haus wohnt, doch wenig wahrscheinlich. Ich könnte auch gleich zu einem Internetcafe und mir meine Zugverbindung heraussuchen. Aber was soll´s: die Zeit, es zu versuchen, habe ich. - So schnell gebe ich nicht auf. Von schiefgegangenen Verabredungen in St. Petersburg kann ich ein Lied singen. Ich möchte russische Menschen auf meiner Reise kennen lernen. Nadja macht einen interessanten Eindruck.

Aber da ist auch noch die Verabredung aus Deutschland, mich in Moskau mit Vlad aus Köln zu treffen. Er wollte mich heute anrufen. Geht aber jetzt nicht. Auch ihm gab ich meine Megafon-Nr. von voriges Jahr.

Einstieg in den Trolleybus. Was mir als Hindernis auffällt, ist die Sperre neben dem Fahrerhaus im Bus. Man muss vorne einsteigen (wie auch in Berliner Bussen). Da ist die Treppe und mein großer Koffer. Stelle ihn drinnen ab und kaufe die Karte bei einer jungen Fahrerin. Aber hinter mir drängelt sich eine Person vorbei. Ich habe einen Rucksack auf dem Rücken, dann diese Sperre wie in der Metro! Es braucht eine Zeit, bis diese ungeduldige Person vorbei ist. Das ganze hat nur aufgehalten! Der Fahrpreis ist genauso hoch wie für die Metro: 15 Rubel (Heute liegt der Metropreis bei 25 Rubel.).

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Abenteuerliche Reise über Moskau nach Sotschi mit Flugzeug und Bahn, Teil 1

Sunday, April 11. 2010

Meine Reisebeschreibungen mit der Ostseefähre nach St. Petersburg und der Bus-Fernreise nach Südrussland sind mit am beliebtesten. Hier folgt wieder mal ein Erfahrungsbericht, für den ich auf mein Reise-Tagebuch zurückgriff. Vor wenige Jahren reiste ich von Berlin über Moskau nach Sotschi. Zunächst Flug mit Germanwings nach Domodedowo, später weiter mit der Russischen Bahn. Auch nutzte ich einen städtischen Linienbus, die Metro und einein Audi als Schwarztaxi.

Diese Reise hat sich als Individualreise voll gelohnt. Sie war voller interessanter Begegnungen.

Ich erzähle über diese Reise in zwei Teilen. Wissen Sie, wie vielen Menschen ich innerhalb der ersten beiden Tagen in Russland begegnet war, bis mich mein Gastgeber in Sotschi am Bahnsteig schließlich in Empfang nahm? Es waren etwa 18.

Teil 1: Berlin Schönefeld bis Moskau Roter Platz

Teil 2: Moskau Roter Platz bis Sotschi Zentrum

Fahrplan-Tafel im Kasaner Bahnhof
Abfahrtstafel im Moskauer Kasaner Bahnhof mit meinem Zug Nummer 12 nach Adler

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Erfahrungen mit privat gemieteter Wohnung - Vorsicht bei der Auswahl!

Thursday, May 14. 2009

Auf Russland Aktuell schrieb man gestern, dass Hotels in Moskau vom Eurovision Songcontest nicht profitieren, weil sie zu geizig sind. Vier stehen z.B. im Verdacht, ihre Preise abgesprochen zu haben und anstatt 150 EUR für dieses Ereignis 350 EUR zu verlangen. Journalisten aus dem Ausland waren clever genug, sich eine Privat-Unterkunft zu suchen oder sich sogar in Wohnheimen einzumieten. Unter 120,- EUR ist eben kaum ein Zimmer in einem Moskauer Hotel zu bekommen.

Da erinnere ich mich wieder daran, wie ich in St. Petersburg vor ein paar Jahren mir (und meiner Freundin aus Südrussland) eine Ein-Zimmer-Wohnung gesucht hatte und welchen Ärger ich damit hatte.

Als ich mir die Wohnung ansah mit meiner Agentin, war der Vermietungswillige mit seiner da und wir saßen in seinem kleinen Wohnzimmer, jede Partei auf einer alten Couch. Die hätte ich mal gleich testen sollen. Später zeigte sich, dass beide Sofas ziemlich im A. waren, sich nicht richtig ausziehen ließen, durchgesessen waren. Ein Bett gab es nämlich nicht. Meine Freundins und mein Lager war dann der Boden, auf den wir die Teile von den Sofas legten, zwischen der einen Couch und der Anwauwand. 

Da war z.B. der Kühlschrank. Obwohl der Wohnungsmieter (glaube, er war wohl auch Eigentümer) mir seine Wohnung für 2 Monate überließ, hinterließ er mir einen nahezu vollgestellten Kühlschrank. Einmal fehlte eine Ablageebene und sonst waren da große Gläser mit selbst eingemachten sauren Gurken drin. Kaum Platz für meine eigenen Lebensmittel. Notgedrungen stellte ich ein paar Gläser raus auf den Balkon, der aber auch schon ziemlich zugestellt war. Fachgerecht waren die Gurken nicht eingemacht. Die Plastikdeckel (!) wölbten sich vom Druck der Gase der Säure. Eins stand so unter Druck, dass es unmöglich halten konnte, bis mein Eigentümer wieder die Wohnung übernehmen würde. Ich nahm den Deckel ab und probierte; Essig wars mit den Gurken. Das Tiefkühlfach produzierte viel Eis, nach kurzer Zeit war es eine Eishöhle. Der Kühlschrank schloss auch nicht richtig. Dafür schlugen die empfindlichen Glasfenster auf dem Balkon wunderbar leicht auf und zu, wenn die Wohnungstür aufging - und waren nicht einzuhaken. Ich hatte meine Freundin gewarnt, aufzupassen, als ich für ein paar Tage verreiste. Doch ihr passierte es, dass das Fensterglas kaputt ging wegen Durchzug. Es war ja wirklich notwendig, Luft reinzulassen in jenem August. Aber was da auch immer für ein Wind um die Neubauten wehte!

Nur leider bekam es mein Vermieter mit, bevor das Fenster repariert werden konnte, denn er tauchte lange vor der verabredeten Zeit auf, als meine Freundin allein in der Wohnung war und ich in Baschkortostan... Das gab Ärger, denn im Kleingedruckten des Vertrages stand, dass ich ohne Erlaubnis niemanden mit in die Wohnung aufnehmen darf! Meine Freundin war noch auf Wohnungssuche und Arbeitssuche frisch nach der Uni. Das eine bedingt jeweils das andere.

Das muss ich Euch später an dieser Stelle weiter erzählen.

Jedenfalls war ich von Kollegen und Freunden aus Anlass meiner Wohnungssuche explizit gewarnt worden vor alten Mütterchen am Moskauer Bahnhof, die ihre Wohnung zur (Unter)miete anboten. Da bestehe Lebensgefahr. So manche Menschen seien da schon spurlos verschwunden, umgebracht worden... Sowas wurde mir auch an der Rezeption der Notunterkunftsstelle am Moskauer Bahnhof erzählt. Entweder mit Gift oder von einem Mann, der mit so einer alten unter der Decke steckte, erschlagen worden. - Aber jetzt kann ich das nicht weiter ausführen. Da ich aber sowas von mehreren Seiten hörte, ist das glaubhaft für mich.

Ich muss noch kurz das erwähnen zum Thema überzogene Hotelpreise:

Gestern rief auch mein Freund aus Sotschi mal wieder an. Weil ich mit ihm zusammen vor einem Jahr ein Hotel besichtigte und ihm von weiteren neuen Hotels in Sotschi, die ich damals auch besucht hatte, berichtet hatte, kam er von sich aus auf das Thema Hotelpreise zu sprechen und meinte gleich, ja, die Preise in Sotschi seien auch unverschämt. Bei 1.000 Rubel jetzt zur Vorsaison gebe es kaum Buchungen. Die Zeiten haben sich doch geändert. Russen machen lieber und günstiger in der Türkei Urlaub.

In Zukunft möchte ich in diesem Blog einige Unterkünfte in Russland empfehlen oder beschreiben, die ich selbst besucht hatte. 


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Als Fußgänger in russischer Großstadt, als Fahrgast im Hauptstadt-Shuttle unterwegs

Friday, March 20. 2009

Ich habe beim Schreiben anfangs als Überschrift nehmen wollen: "Opfer auf Gehwegen" oder so ähnlich. Die Waffen für die Tötungen, um die es hier geht, sind Autos, auch jene Sprinter-Kleinbusse der Marke Gasell.

Dann fiel mir ein, dass ich als Mitfahrer auch ein prägendes Erlebnis hatte, welches mir von der gesamten Reise besonders im Gedächtnis blieb. Und so geht es hier um beide Seiten des Unfalls, um innen (Fahrerkabine) und außen (Bürgersteig).

Seitenstraße am Newski im Regen
Seitenstraße am Newski-Prospekt, Zebrastreifen

 

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ICE für die Strecke Moskau - St. Petersburg wird nach Russland verschifft

Saturday, November 15. 2008

Der erste ICE-Zug für die russische Bahngesellschaft RZD ist gestern auf dem Fährhafen von Mukran auf der Insel Rügen auf das Fährschiff "Vilnius" verladen worden, vermeldet gestern DB Schenker. DB Schenker ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn und wickelt als solche auch den Bahngüterverkehr ab.

 

Werbung für schwarzen Tee mit dem Velaro RUS aus deutscher Produktion im Gang eines RZD-Eisenbahnwagens schon im Jahre 2006

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