(Un-)Sinn von Webkatalogen

Friday, May 28. 2010

Vorgestern fand ich eine deutsch-russische Suchhilfe, die doch keine ist. Die betreffende Website hat mich jetzt so provoziert, dass wieder eine Kritik fällig ist. Früher hatte ich schon die Website und den Service der Ukrainischen Botschaft in Berlin kritisiert (Deren Darstellung in deutsch wurde inzwischen deutlich verbessert.), ukraninische Busreise-Unternehmen und Reisebüros mit Linienverkehr zwischen Deutschland und Ukraine. Zuletzt war die Deutsche Energie-Agentur dena dran.

***

Als ich auf rusuche.de landete, dachte ich, das ist eine Suchmaschine. Auf der Startseite wird die Frage selbst gestellt: Was ist das hier? Es soll sich um eine Suchmaschine mit deutsch-russisch gefiltertem Content handeln. Ich probiere die Suchmaske aus und finde Ergebnisse, die anscheinend doch nur von der Google-Engine geliefert werden.

Ich dachte anfangs, das ist hier eine Idee von den Leuten von Russland Aktuell. Denn diese Plattform war auf der Startseite unter der Suchmaske in roter Schrift angegeben (Denen wäre das zuzutrauen, dachte ich, wo sie schon ein Dutzend russischer Städte und Regionen in deutscher Lautschrift unter der ".ru"-Domain für ihr Link-Netzwerk gesichert haben, auf denen teilweise nur wenig Informationen stehen. Beispiel Kaukasus.ru letzte Aktualisierung: 9.3.2007).

Aber heute stehen unter den roten Lettern Meldungen von Russland Aktuell, wohin dann verlinkt wird. (Die waren wohl auch vorgestern da, nur habe ich sie nicht gesehen wegen des anderen benutzten Browsers.) Na schön! - Noch so ein Content-Aggregator mehr.

Unter der Suchmaske gibt es, wenn man Suchbegriffe eingegeben und bestätigt hat, zusammenhanglos vier Begriffe: "Webkatalog", "Preisvergleich", "Photoideen", "Tarifideen" und in rot "gewinnen" (alles klein geschrieben). Klickt man auf "Webkatalog", heißt es dann aber, es ist ein Webkatalog hier. Aber es werden heute keine Suchergebnisse angezeigt. Ich denke jetzt: Man muss noch ein zweites Mal in die Maske der sich öffnenden Seite die Suchbegriffe eingeben. - Aber nichts da! Ein Klick auf "Suchen" bringt keine Reaktion in meinem Spezial-Internet Explorer Browser. (Vorgestern benutzte ich die Mozilla-Suite Seamonkey.)

Ich weiß nicht, was das sein soll.

Dann klicke ich (ohne Suchbegriff in der Suchmaske) auf "Preisvergleich" und werde fortgeleitet zu einer Website vimbo.de. "Kostenlos und unabhängig vergleichen" - Ist ein kostenloser Preisvergleich im Web was Besonderes, dass man das erwähnt? Ein Klick auf das Impressum verrät: Das ist auch ein Projekt des Inhabers der Rusuche.de.

Man nimmt den Mund sehr voll auf Rusuche.de. So heißt es:

"Mit einem passenden Eintrag hier sichert man sich eine Linkfrequenz, die letztlich zu optimalen Suchmaschineneinträgen führen kann." Kann - oder kann auch nicht. Was sichert man sich? Habe ich nicht verstanden. - Wer trägt was bei Google ein?


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Russische Domains jetzt auch mit kyrillischen Buchstaben

Saturday, May 15. 2010

Die ersten Domains mit kyrillischen Schriftzeichen sind am 13. Mai 2010 online gegangen. Das sind sie:

  • президент.рф - Website des russischen Präsidenten
  • правительство.рф - Website der russischen Regierung
  • кц.рф - Koordinationszentrum für die Domainregistrierung, Russische Zweigstelle von ICANN
und
  • ник.рф - nationales Zentrum für Domainregistrierung.

Der country code "rf" steht natürlich für "Russische Föderation".

Damit ist Russland das vierte Land, welches Domains mit nichtlateinischen Buchstaben einführt. Patriotisch fühlende Russen dürfen sich jetzt emanzipierter fühlen. Ob das jetzt die Nutzung des Internets für Russen erleichtert, darf bezweifelt werden. Denn dadurch, dass alle russischen Domains bisher lateinische Buchstaben verwendeten, lernten Russen spätestens mit der Nutzung des Internets, ihre Tastatur auch mit den lateinischen Buchstaben zu beherrschen. Aber oft kaufen sich Russen Notebooks, die gar keine Tastatur mit kyrillischen Buchstaben haben. Die russische Sprache in lateinischen Buchstaben begegnet einem heute oft im Geschäftsleben.

Relikte der lateinischen Buchstaben bleiben auch weiterhin in der Adresszeile des Browsers, nämlich "http://www.". Was jetzt mit den "www" ist, weiß ich gerade noch nicht.Vielleicht werden die drei "w"s nicht gebraucht?!

Jetzt sind im "Runet", im russischen Teil des Internets aslo, beide Sprachen von Providern und Suchmaschinenbetreibern zu handhaben. Das könnte ein erheblicher zusätzlicher Aufwand werden, kann ich mir vorstellen. Und dann müssen sich die Unternehmen auch diese kyrillischen Domains sichern. Das sind mehr Ausgaben bzw. wenn sie es nicht tun, kommen andere, mit denen man dann um Namensrechte streiten muss.

Die kyrillischen Buchstaben in Domains ermöglichen Crackern neue Möglichkeiten zum Spoofing und Phishing. Denn einige Buchstaben von kyrillischen Zeichensätzen lassen sich von lateinischen kaum unterscheiden, so das Schriftzeichen "a". Durch den Austausch solcher verwechselbarer Zeichen kann man also den User leicht über die Domain täuschen. Die denken, sie kennen die Domain der bekannten Bank xy oder dem Internetbuchhändler (z.B. bol.de) und klicken auf ein Banner mit dem Link zur Cracker-Seite.

Aber mein Browser stellt die kyrillischen Buchstaben in den oben genannten ersten Domains in der Adresszeile gar nicht dar (, doch die Seite wird trotzdem vom Browser geladen.). Noch nicht. Ich kenne das Problem schon von Umlautdomains. Die wurden auch lange nicht richtig im Browser angezeigt, obwohl mein Domainprovider mir erzählte, meine Umlautdomains würden richtig dargestellt.

In der russischen Blogosphäre wird jetzt natürlich debattiert über Vor- und Nachteile der neuen russischen Domains. Ich maße mir nicht an, darüber zu befinden.

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Transsib-Strecke mit Google und Youtube ansehen

Thursday, February 18. 2010

Heise machte gestern auf einen neuen Service von Google aufmerksam. Die Transsib. Youtubevideos sind mit Google Maps kombiniert. Die Kamera befand sich in der Lok mit Blick schräg nach vorn. Nun kann man immer sehen, wo sich der Zug gerade auf der Transsibstrecke befindet.

So eine kombinierte Ansicht hatte ich zuerst in einem Spiel in den 80ern gesehen, das auf einem Commodore 64 lief.

Man kann auf der Karte irgendwo hinklicken auf der Transsibstrecke und sieht nach kurzer Ladezeit sofort die Kamerabilder von jener Stelle.

Dazu gibt es auch noch die Eisenbahngeräusche, also regelmäßig das Rattern der Räder über die Schienenschwellen. Man kann aber auch umschalten auf eine russische Radiostation - da kommen Urlaubsgefühle auf und man kann seine Russischkenntnisse unterhaltsam trainieren - oder sich Romane vorlesen lassen, in russisch, an erster Stelle "Krieg und Frieden" von Tolstoi; schon schwieriger zu verstehen.

Tolle Sache!

Muss ich mir demnächst noch weiter reinziehen. Mal sehen, ob der Kasaner Bahnhof zu sehen ist, den ich ja gerade beschrieb. Komisch. Die Karte springt immer wieder auf Nijnij Nowgorod zurück, wenn ich den Ural anzoomen will.

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Die kleinen Sorgen mit der Technik

Sunday, November 30. 2008

Ein Freund hat mich auf ein Sicherheitsproblem in einem Serendipity-Plugin aufmerksam gemacht. Ihn wunderte, dass er mit kleinen Tricks alles Mögliche schreiben konnte, das dann auf meiner Seitenleiste erschien, auch blinkenden Text. Ich habe es, nachdem ich das Problem im Serendipity-Forum angesprochen hatte, nun deinstalliert. Es handelt sich um Top Referers (aktuelle Version ist 1.3) für die Seitenleiste.

Auf http://int21.de/cve/CVE-2008-1385-s9y.html wird vor einer Cross-site scripting (XSS) vulnerability gewarnt. In der aktuellen Version 1.31 von S9Y taucht das Problem mit diesem Plugin aber offenbar nicht mehr auf. Man sollte daher, wenn man es nutzen möchte, auf die aktuelle Version updaten.

Um die technischen Fragen wie Server, Datenbank, Installation und kleinere programmatische Anpassungen kümmere ich mich nicht, das übersteigt meine Fähigkeiten. Hier bin ich auf die Hilfe eines freundlichen Menschen angewiesen. Seine Hilfsbereitschaft möchte ich nicht überbeanspruchen. Der Verzicht auf dieses Plugin fällt aber nicht schwer. Im Backend sehe ich immer noch, woher die Besucher kommen - wenn sie nicht auch tricksen. Aber ich frage mich, ob hier im Backend, über ein anderes Plugin, welches diese Statistik ermöglicht, diese Sicherheitslücke noch besteht. Bald wird die S9Y-Version 1.4 freigegeben. Dann soll auch mein Blog wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Komisch ist auch, was manchmal in dem Klotz des Plugins "Letzte Google Suche" erscheint. Das hat mein Freund auch mal testweise missbraucht. Deswegen habe ich das gerade auf nur einen Eintrag zurückgestellt. Beide Plugins sind für mich praktisch, weil ich sofort beim Aufruf sehe, ob ich Besuch von Lesern hatte und was sie interessierte. Ich möchte ja auch ein paar Erfolgserlebnisse, Rückmeldungen haben, damit es Spaß macht. Hab´ich mich vielleicht gefreut, als ich die ersten Top-Ten-Platzierungen bei Suchanfragen über Google herausfand! Ebenso über die ersten Kommentare. Auch befürworte ich eine gewisse Transparenz für meine Leser. Allerdings mag sich ein Leser wundern, wenn er sieht, dass seine Suchbegriffe auf meiner Seitenleiste erscheinen. Dass der Einsatz dieser Plugins nicht für jeden hinsichtlich Datenschutz unbedenklich ist, kann ich mir gut vorstellen. Ständig gibt es ein Abwägen über Nutzen und Risiken bestimmter Funktionen. Da sind noch einige Entscheidungen von mir zu treffen. Ich bitte bei den erfahrenen Bloggern um etwas Nachsicht.

Gefreut hat mich gestern, als ich herausfand, dass mein Blog auf einem der besten Blogs zu osteuropäischen Themen, Krusenstern von Jürg Vollmer positiv erwähnt worden ist. Danke!

Es gibt weitere Problemchen, die von meiner Zeit zum Schreiben abgehen. Noch immer nicht ist es mir gelungen, das Easy Podcast-Plugin zu integrieren. Ich wollte schon zu einem Artikel im Oktober eine Audiodatei anbieten, hoffe, dass ich bald auch hier eine Lösungshilfe über das S9Y-Forum erhalte.

Dann stört mich noch dieser englische Text am unteren Ende eines jeden Artikels: "this entry was posted by" und "You can leave a response". Serendipity ist international, da schreiben auch Ausländer Plugins, die noch eingedeutscht werden müssen. Aber bei anderen deutschen Blogs habe ich diese Worte schon mal in deutsch gesehen. Ich weiß nur nicht, wie ich da herankomme, um selbst die Übersetzung vorzunehmen. Ein Blogger hat mich dazu angesprochen und angeboten, solchen englischen Texte zu übersetzen. Englisch beherrsche ich schon, nur keine Programmiersprache. Vielleicht finde ich ja bald Russophile, die Interesse am Mitmachen bei mir haben :-)

Das starre Design schränkt mich auch ein. Da hatte ich schon auch Probleme mit der Darstellung beim Einbauen von Tabellen. Nächstes Jahr ist ein neues, geschmeidigeres Design fällig. Mein persönlicher Wunsch zum neuen Jahr ...

Soweit mal meine kleine Rechtfertigung dafür, warum ich nicht öfter blogge, siehe schon mein Eintrag von vor vier Wochen.

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TryeCrypt 5.1 mit wesentlichen Verbesserungen erschienen

Wednesday, March 12. 2008

Vorgestern wurde eine überarbeitete Version der 5er-Reihe veröffentlicht (http://www.truecrypt.org/docs/?s=version-history). In der Dokumentation zu den Neuerungen wird ausgeführt, dass der Bootloader in der Version 5.0. in einigen Fällen von bestimmten Programmen zur Aktivierung von "Third-Party-Software" zerstört werden kann/konnte, die Daten in den Bereich des ersten Zylinders auf der Festplatte schreibt. Dann müsse der davon betroffene Benutzer die von TrueCrypt erstellte Rettungs-CD benutzen, um den beschädigten Boot Loader zu reparieren.

Dieses Problem sollte nun in der neuen Version nicht mehr auftreten, denn der vom Bootloader belegte Speicherplatz konnte von 42 Kbyte auf 27 kbyte reduziert werden, weil er jetzt komprimiert abgelegt wird. Voraussetzung zur Lösung des Problems sei aber, dass man einen nicht-kaskadierenden Verschlüsselungs-Algorithmus wie AES, Serpent oder Twofish verwendet.

Ad hoc stelle ich mir die Frage, wie groß der erste Zylinder auf der Festplatte ist, also wieviel Speicherplatz solch eine Aktivierungssoftware in den festgestellten Fällen maximal belegt (überschrieben) hat. Ich bin mir nicht sicher, dass hierin die Ursache meines Problems liegt, weil mein Problem ja schon auftrat, ohne dass ich noch andere Software installierte oder aktivierte. - Es sei denn bei jedem Booten schreibt so ein Aktivierungsprogramm Daten in jenen ersten Zylinder.

Was ich an der Beschreibung noch nicht ganz verstanden habe, ist die Erläuterung, dass ein Backup vom komprimierten Bootloader automatisch in den ersten Zylinder gelegt wird. Nach der Beschreibung des Problems soll, so habe ich das verstanden, dort doch schon der Bootloader selbst liegen. Die Aktivierungssoftware soll nicht das Backup des Bootloader dort überschrieben haben, sondern das Original. Das Backup müsste doch woanders liegen als das Original.

Auch aus der Übersetzung der englischen Originaldokumentation auf http://www.truecrypt.org/docs/?s=version-history in dem gestrigen Heise-Artikel http://www.heise.de/newsticker/meldung/104850 werde ich nicht schlauer.

Naja, wie dem auch sei: Manchmal lösen sich Probleme allein durch Zuwarten. Ich hoffe, dass sich mit den Verbesserungen auch mein Problem auflöst und ich bin ermutigt, demnächst noch mal einen Versuch zu unternehmen, die Festplatte mit Version 5.1. zu verschlüsseln. Weitere genannte Verbesserungen sind eine erhebliche Beschleunigung der Ver- und Entschlüsselung mit AES, ein schnelleres Booten der Festplatte, wenn sie verschlüsselt ist. Und in einem separaten Absatz heißt es (laut Heise): Auf einigen Systemen hat das BIOS zuviel Speicher reserviert, sodass dort die Verschlüsselung von Systemlaufwerken und Partitionen nicht möglich war. - Aha, könnte auch Ursache meines Problems gewesen sein, denke ich. Aber (auch?) dieses Problem soll durch die Komprimierung des Bootloaders (siehe oben) nun erledigt sein.

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