Heute ist Staatstrauertag in Russland. Die zwei Selbstmordanschläge in der Moskauer Metro durch zwei kaukasische Frauen waren die größten Schlagzeilen in den Radionachrichten gestern und das ARD brachte eine Brennpunktsendung. Deutsche waren nicht unter den Opfern, hieß es. Neben den 39 Toten (Das ist der Stand heute mittag) gab es noch zahlreiche Verletzte, möglicherweise auch ausländische Touristen.
Verwandte von mir sagten mir bei ihrem Besuch vor 2 Wochen, dass sie eine Flussreise zwischen Moskau und St. Petersburg gebucht haben für diesen Sommer. Wenn sie sich jetzt Gedanken machen, was wäre wenn ... wenn sie dann in Moskau sind und was passiert - vielleicht sehen sie sich ihre Versicherunspolicen an, schauen, ob die greifen im Falle einer Verletzung durch Gewalttaten.
Es geht hier nicht darum, einfach nur ein Beispiel anzuführen, wie schlecht die Infrastruktur in Russland ist. Schlechtes, schädliches, krank machendes Wasser gibt es auch oft genug in den westlichen Industrieländern. So wurde Mitte Dezember 2009 in einem Verbrauchermagazin des Deutschlandfunks über ein nicht funktionierendes (oder gar mehrere) Klärwerk(e) in Brüssel gesprochen. Die Folge war (und ist?), dass die Fäkalien ungeklärt in Flüsse gelangen und in die Nordsee. Und das nicht nur über Stunden oder wenige Tage.
Und in den USA leiden etwa 65 Millionen Menschen an ungesundem, chemisch stark belasteten Trinkwasser. Die Gesundheitsbehörden unternehmen keine wirksamen Schritte bzw. wird nicht in notwendige Kläranlagen investiert. Ein Beispiel ist Wasser, welches mit Mangan belastet ist, nachdem es in der Stahlindustrie genutzt wurde. Viele Kinder werden krebskrank und sterben unter Qualen.
Das sei mal vorweg geschickt, wenn ich heute, am Weltwassertag, über die Qualität des Trinkwassers an ausgewählten Orten in Russland sinniere.
Vom Präsidenten der Photovoltaik Austria, Dr. Hans Kronberger, wurde in der Zeitung Brennpunkt (Biotech News aus der Zukunft - eine Zeitung des Unternehmens Biotech) in der zweiten Ausgabe 2010 ein Artikel veröffentlicht, den er aus Anlass des Erscheinens der "World Energy Outlook" - der Bibel der Energiewirtschaft - über die Verknappung der herkömmlichen Brennstoffe schrieb.
Aus Russland, schreibt Kronberger, sickert immer stärker durch, dass der Anlass für die Liefersperre im Januar dieses Jahres weniger der (neuerliche) Konflikt mit der Ukraine war, sondern einfach Gasmangel. Gazprom-Chef Alexej Miller habe ja schon prognostiziert, dass sich die Gaspreise in nächster Zeit vervierfachen werden. Er nennt einige Anzeichen für seine These, dass wir jetzt "in der Zukunft der Verknappung der fossilen und atomaren Energieträger angekommen" sind. Er hält den Begriff "Energiekrise" aber für falsch, denn Energie ist ausreichend vorhanden. - Die Sonne spendet sie. Wir müssen sie nur zu nutzen wissen.
Die Russische Post benötigt seit diesem Jahr für die Beförderung von Paketen (statt zwei Wochen) bis zu zwei Monaten. Das führt dazu, dass bei vielen Versteigerungen im Internetauktionshaus Ebay und bei Verkäufen aus Ebay-Internetshops Russen nicht beteiligt werden, lese ich heute in der Online-Ausgabe der Obschtschaja Gaseta. Deren Meldung beruht auf einen Bericht des Kommersant.
Ein offener Brief über die Probleme der Russischen Post mit dem Versand von Waren war vergangene Woche im Forum www.ebay-forum.ru, auf dem Ebayverkäufer aus dem Ausland sich austauschen, veröffentlicht worden. Darin heißt es, dass die Qualität der Beföderungsdienstleistungen der Russischen Post seit Januar 2010 stark nachgelassen hat. Einige Käufer berichten, noch im Januar Pakete erhalten zu haben, die im November verschickt worden waren.
Diese etwas zu langen Fristen für die Beförderung von Waren spüren viele Verkäufer: viele Käufer halten sich mit dem Ausfüllen von Bestellformularen zurück. Die Regeln bei Ebay sehen vor, dass die Accounts von Verkäufern, deren Ware nicht binnen 30 Tagen nach Bezahlung bei den Käufern eingeht, gesperrt werden können. Deswegen sehen viele der Ebayverkäufer lieber davon ab an Russen zu verkaufen.
Ein Freund in Berlin, mit dem (und noch zwei Kumpels) zusammen ich mir vor einem Monat auf Einladung der Belarus Community im "Eigenreich" in der Greifswalder Straße auf der "Belarus Inside Out" ein Bild davon machte, was junge Weißrussen in Berlin über Ihr Land denken, fragte mich vor ein paar Tagen, ob ich nicht Lust hätte, irgendeinen Film im Krokodil anzusehen. Ich verlor das aus den Augen, aber heute entdeckte ich auf dem Ostblog den Trailer zu einem Dokumentarfilm über eine Firma in Moskau, deren Werbung mir schon vor Jahren ab und zu aufgefallen ist: Pinke Taxis für Frauen. Da bin ich jetzt doch neugierig. Der Nahverkehr in russischen Großstädten und "sicher unterwegs sein" sind ja Themen, denen ich besondere Aufmerksamkeit widme. Der Film ist 2008 entstanden.
"Pink Taxi" läuft zur Zeit fast täglich im Kino Krokodil um 20 Uhr. Wir werden uns den Dokumentarfilm also ansehen. Letztens hatte mir derselbe Freund sein noch ungelesenes Buch "Russendisko" von Wladimir Kaminer ausgeliehen (wurde ja mal langsam Zeit dafür). Und dann schlug er vor, dass ich im Sommer mit ihm nach Moskau reise - wegen der hippen Parties.
Na und die Russendisko im Café Burger steht demnächst auch noch auf dem Programm. Zufriedene glückliche Spätaussiedler aus Russland haben mir ja abgeraten, weil da aggressive betrunkene Halbstarke mit lockeren Fäusten herumspringen sollen. Kaminer selbst gibt offen zu, dass ab und zu bei Begleitung wilder osteuropäischer Musik Veilchen verteilt werden. Ich muss da eben durch. Als Berichterstatter über das russische Leben in Berlin kann ich das Café Burger nicht auslassen. Auch die dunklen Seiten der russischen Kultur werden beleuchtet. Immerhin ist das Umfeld hier sicherer um zu trainieren für Moskauer Parties, um dort an die reifen Früchte heranzukommen.
Der russische Geheimdienst hat einen Anschlag auf #Olympiade #Sotschi 2014 verhindert. Waffenlager in Abchasien entdeckt (Radio 1-Meldung)Thursday, May 10 2012
re:publica 2012 Flickr-Diashow - 1. und 3. Tag (mit Verabschiedung und Danksagung) link #rp12Sunday, May 6 2012
Zusammenfassender Bericht von meinem ersten Tag der re:publica #rp12 link Bilder dazu im verlinkten Album auf Flickr.Sunday, May 6 2012
Wer weiß, wo die Linktauschbörse für Blogger auf dem Gelände der Station ist? #rp12Friday, May 4 2012
Internationaler Welttag des Buches - Nachlese - Meine Geschichte vom Buchverschenken linkMonday, April 30 2012
Die re:publica 2012 beginnt! Treffen der Blogger in Berlin, in der STATION an der U Gleisdreieck. Sehen wir uns?Monday, April 30 2012
Auf gehts zur Album-Release-Party von Mr. Apofis, Berlin, Panda-Theater, Kulturbrauerei, Knaackstr. 97.Saturday, April 28 2012
Eindrücke vom Website-Award Berlin-Brandenburg 2012, Preisverleihung am 17. April 2012: linkSaturday, April 28 2012
Buch-Schenk-Aktion hat begonnen. "Mein deutsches Dschungelbuch" bringe ich jetzt unter die Leute. #Berlin #BuchMonday, April 23 2012
Moderne Form des Hochziehens von Startups mit social media - trust-hijacking. Beispiel #Wikio - Vom Blogger- zum Shopping-Portal.Sunday, April 22 2012
Verschenke (frisch gedruckt)
"Mein deutsches Dschungelbuch" von Wladimir Kaminer!
Interessenten hier melden! - 23.04.12 = Welttag des BuchesSaturday, April 21 2012
Interviw mit russischem Botschafter in Berlin (im April 2012 geführt) über Verhältnis zwischen Russen und Deutschen linkThursday, April 19 2012